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Matchbericht 29.9.2018 Valais-Chablais II - SCUI 0:9

Erste Runde Krankenschein, dann die Oma tot, Überstunden nehmen wir zur Not. Dann die Kündigung, scheissegal: SCUI spielt international! Heute war unser Gegner ein neu zusammenfusioniertes Konstrukt aus öppen dröifzig früheren Vereinen, die sich jetzt HC Valais-Chablais nennen. Und Chablais ist eine Region, die neben den Bezirken Aigle und Monthey auch französische Gebiete umfasst, wie beispielsweise die Stadt Thonon oder Evian, dort wo das Wasser erfunden wurde. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall dürfte es wohl so ziemlich das erste Mal gewesen sein, dass der SCUI gegen eine zweite Mannschaft antritt. Aber ich mein, das war Valais-Chablais, im Fall! Unterseen und Interlaken mussten ganz alleine gegen das gesamte Wallis plus Aigle plus Thonon und Evian antreten. Das wird dann auch gegen die zweite Garde eng. Und Monthey gehört sowohl zum Wallis, als auch zu Chablais, also mussten wir gegen die sogar doppelt spielen.

 

Ausreden waren demnach genug vorhanden. Aber es wurde schnell einmal klar, dass die heute nicht nötig sein werden. Die Walliser taten sich in allen Belangen sehr schwer und wir konnten bereits ab der ersten Sekunde das Zepter übernehmen. Es war nicht die erste Torchance, die nach drei Minuten aus spitzem Winkel den Weg ins Tor fand. Auch im Rückstand liegend kamen die Hausherren kaum je aus ihrer Zone heraus. Wir hätten bis zur ersten Sirene locker vier oder fünf Tore schiessen können, beliessen es aber danach bei einem Shorthander. Eine wohlwollende Erwähnung hat sich hier noch der heimische Torhüter verdient. Zwar sah er bei beiden Treffern nicht gut aus, war aber mit zahlreichen big saves der Hauptgrund, warum sein Team nicht höher im Hintertreffen war.

 

Im zweiten Abschnitt war dann auch davon nicht mehr viel zu sehen. Wieder kachelte es nach drei Minuten, zur Spielhälfte fiel bereits das 4:0 und damit war das Spiel entschieden. Die Gastgeber hatten sich nun sichtlich aufgegeben und es ging ihnen offenbar nur noch darum, das Ganze möglichst schnell hinter sich zu bringen. Auch der Schiedsrichter schien diese Devise zu befolgen. Er liess von Anfang an viel laufen, aber nach dem vierten Ofen pfiff er noch genau eine einzige Strafe, obwohl es durchaus noch mehr bestrafungswürdige Aktionen gegeben hätte. Es gab auch kaum Proteste, brachte ja eh alles nichts. Der SCUI war drückend überlegen, selbst im Boxplay. Mit einem sagenhaften 6:0 gingen wir in die zweite Pause.

 

Das Schlussdrittel konnten wir dann so richtig geniessen. Unsere Jungs fügten ihrem Galaabend weitere drei Tore hinzu und der Unterseener Anhang durfte endlich mal wieder so richtig die Mannschaft, das Spiel und sich selber feiern. Etwas wozu es in letzter Zeit leider viel zu selten Anlass gab. Zwei Premieren durften wir auch noch miterleben: Mirko Feuz erzielte sein erstes 1. Liga-Tor und der 15-jährige Torhüter Alexej Jost kam gar zu seinem Debüteinsatz. Wer diesem Spiel nicht beiwohnen konnte, hat jedenfalls definitiv etwas verpasst. Die Stadionbeiz wird wohl auch lange keinen so guten Umsatz mehr machen, bei den paar dutzend Heimfans die dort anzutreffen waren. Alperose haben sie zwar heute nicht gespielt, aber auch die Sittener präsentierten sich als sehr freundliche Gastgeber. Die ersten beiden Auswärtsspiele sind vorüber, mir persönlich gefällt das so immer noch wesentlich besser als die Witzgruppe vom letzten Jahr.

 

Jetzt haben wir also tatsächlich in einem einzigen Spiel Sion, Martigny, Aigle, Evian, Thonon und zweimal Monthey besiegt. Und das nicht zu knapp. Wir müssen ehrlich sein, das war ein sauschwacher Gegner. Aber auch den muss man auf fremdem Eis erstmal so souverän wegfegen. Lyss ging letzte Woche torlos in die erste Pause. A propos Lyss, die haben heute 7:0 gewonnen, gegen Saint Imier, unser Gegner im ersten Heimspiel. Wir haben unser letztes Spiel 9:0 gewonnen und sie ihres 0:7 verloren. Das nenn ich mal ne Ansage. Wir sind gespannt.
 

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