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Matchbericht 6.10.2018 SCUI – Université Neuchâtel 3:5

Nachdem man von den ersten sieben Spielen ganze fünf Mal auswärts antreten musste, stand endlich wieder eine Heimpartie auf dem Plan. Der Gegner kam aus Neuenburg und spielte letzte Saison noch eine Liga höher. Daran müssen wir uns auch noch gewöhnen, wir bekommen jetzt plötzlich Absteiger. Wie eine richtige Liga halt. Auf jeden Fall sind die Neuenburger durchzogen in die Saison gestartet und wir witterten eine Chance, unseren höchst bescheidenen Punktestand endlich etwas zu erhöhen.

 

Die Partie war wieder mal nicht eine, die dazu animiert, sie auf herkömmliche Art und Weise zu zerpflücken. Wer will, kann sie ja gerne in voller Länge auf Youtube anschauen. Was soll man auch sagen, wenn man nach 10 Minuten schon 3:0 im Teig ist? Wir befürchteten bereits das Schlimmste aber unsere Jungs bäumten sich auf. Kurze Zeit später waren wir bereits wieder auf 3:2 herangekommen und bei diesem Resultat blieb es eine ganze Weile. Es war das Bild, welches sich in dieser Saison so häufig zeigt. Wir spielen gut mit, so richtig am Seil runtergelassen wurden wir bisher nur in Lyss. Die Gegentore bleiben zumeist eigentlich auch im Rahmen, Yverdon auf Rang 4 hat genau gleich viele Öfen gefressen wie wir. Aber selber schiessen tun wir einfach viel zu wenig. Grössere Chancen als wir in diesem Spiel vergeigten, kann man gar nicht haben. Das fehlende Selbstvertrauen und der wachsende Erfolgsdruck machen sich überdeutlich bemerkbar. Wir sind da bereits früh in der Saison in einer teuflischen Negativspirale gelandet.

 

Ausserdem suchen wir uns auch immer die tollsten Momente für Gegentore aus. Direkt nach der zweiten Pause lagen wir so mit 4:2 im Rückstand und entsprechend blieb nichts mehr ausser der totalen Offensive. Diese führte tatsächlich noch zu einem Shorthander und dazu, dass wir bis zum Schluss auf Punkte hofften. Was aber gar nicht mal so geil ist, wenns danach doch wieder aufs Gefräss gibt.

 

Es ist schon saumässig frustrierend momentan. Auf Schützenhilfe aus Adelboden konnten wir auch nicht zählen. Das zweitschlechteste Team hat jetzt doppelt so viele Punkte wie wir. Viel zu wahr um schön zu sein. Nun nützen aller Kampf und alle Durchhalteparolen nichts mehr, nun brauchen wir Punkte, ohne wenn und aber. Jedoch müssen wir ehrlich sein, wir können nicht nur die Mannschaft kritisieren. Die Fanszene gibt weiss Gott auch nicht gerade alles aktuell. Der Block ist fast leer und der Auswärtssupport hat seinen absoluten Tiefpunkt erlebt. Klar, ein Mittwoch in Le Sentier ist nicht jedermanns Sache, auch wenn es eine schmucke Halle und, wie in der Westschweiz mittlerweile gewohnt, überaus gastfreundliche Einheimische waren. Unser Aufmarsch in Lyss hingegen war unter aller Sau. Die Mannschaft braucht uns jetzt mehr denn je, wenn wir sie einfach im Stich lassen, müssen wir einen Teil der Schuld dieser sportlichen Misere auf unsere Kappe nehmen. Es folgen nun zwei sauwichtige Aufgaben, in denen sowohl die Spieler als auch wir Fans uns rehabilitieren müssen. Saastal und Villars, zwei Gegner von den allerhintersten Rängen. Zur Abwechslung steht jetzt erstmal wieder ein Auswärtsspiel an. Die letzte unüberdachte Spielstätte der gesamten Liga erwartet unsere Audienz. Richtige Winter Classics wie früher in Adelboden. Nur die Anreise wird bitzeli weiter.

 

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