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Matchbericht 13.10.2018 SCUI - Adelboden 3:5

Eine ganz besondere Affiche stand heute bevor. Das Oberländer Derby gegen Adelboden. Sieben Mal hat uns dieser Gegner letzte Saison besiegt, eine absolut unfassbare Zahl. Immerhin so weit wird es heuer nicht kommen, da dies modustechnisch, zum Wohle aller, nicht mehr möglich ist. Umso weniger Möglichkeiten haben wir dafür auch zur Revanche. Aktuell sieht es sogar so aus, dass wir in der gesamten Saison nur zweimal gegen die Engstligtaler spielen werden. Fühlt sich schon noch immer etwas verrückt an, plötzlich in einer richtigen Meisterschaft mitzuspielen.

 

Unsere Jungs schienen jedenfalls mehr als gewillt, die Adelbodner endlich mal wieder zu besiegen. Unterseen war klar die bessere Mannschaft und im Gegensatz zu den bisherigen Spielen fielen auch die Tore. Nach exakt zehn Minuten kachelte es bereits zum zweiten Mal und wir rieben uns verwundert die Augen. Es war einfach zu schön, um wahr zu sein. Dementsprechend hielt es auch nicht lange an. Weniger als zweieinhalb Minuten später war das Resultat wieder ausgeglichen. Zwei schnelle Angriffe, der zweite resultierte in einem (gerechtfertigten) Penalty, den der Adelbodner Torschütze vom Dienst mühelos verwandelte. Für den Rest dieses Abschnitts nahm das Spektakel dann etwas ab. Die Gäste waren nicht mehr zum unbedingten Offensivdrang gezwungen und bei uns hinterliessen diese beiden Gegentreffer verständlicherweise eine gewisse Verunsicherung.

 

Nach dem Unterbruch war davon glücklicherweise kaum mehr etwas zu spüren. Es war nun ein waschechter Derbyfight mit Chancen auf beiden Seiten. Wieder gab der SCUI den Ton an, aber bei Adelboden muss man immer mit schnellen Gegenstössen rechnen. Weil wir uns mit der Chancenverwertung wieder mal schwer taten, waren es die Engstligtaler, denen der Führungstreffer vergönnt war. Erinnerungen an die letzten beiden Spiele kamen auf: In Burgdorf ging man ebenfalls in Führung, danach kassierte man nur noch. Saint-Imier spielte man teilweise, besonders im Mitteldrittel, regelrecht an die Wand, Punkte gabs trotzdem keine, weil man die Tore nicht machte. Umso grösser der Jubel, als wir diese Führung fast postwendend wieder ausgleichen konnten. Obwohl es wie gesagt ein chancenreiches Drittel war, blieben dies die einzigen beiden Öfen.

 

Aus der zweiten Pause kamen die Gäste dann wesentlich entschlossener zurück. Mit ihrer ersten Torchance sorgten sie dafür, dass wir wieder einmal einem Rückstand hinterherrennen mussten und dies leider wieder einmal erfolglos. Dieses Problem zieht sich bis jetzt durch die ganze Saison durch. Alle vier Niederlagen wurden im Schlussabschnitt besiegelt. In den beiden Heimpartien stand das Spiel nach 40 Minuten unentschieden, auswärts waren wir jeweils zwei Tore hinten, weiss Gott kein uneinholbarer Rückstand. Aber jedes Mal waren wir nicht im Stande, zu diesem Zeitpunkt den nötigen Zahn zuzulegen. Jedes Mal konnten wir keinen Treffer mehr erzielen und erhielten dafür noch mehrere. Das wird jetzt dann langsam zum Problem. Die Tabellenlage sieht höchst ungemütlich aus. In Sion haben sie scheinbar plötzlich doch noch rausgefunden, wie man Eishockey spielt. Nur noch ein einziges Team hat so wenig Punkte wie wir. Nur damit das nochmal betont ist: Wir spielen jetzt in einer richtigen Meisterschaft! Wenn wir da Letzter werden, steigen wir ab, im Fall… Und das ist auch richtig so. Solange man nicht in der untersten Liga spielt, hat man sich seinen Status sportlich zu verdienen. Schlimm genug, dass das bei uns nie nötig war. Jetzt ist es wieder nötig.

 

Lyss auswärts ist auch nicht gerade die Ausgangslage, die man sich wünscht, wenn man dringend Punkte braucht. Wäre schön, man könnte jetzt einfach ohne Druck da hingehen und sich denken, dass auch ein Nuller nicht schlimm wäre. Aber so ist es nicht. Das haben wir uns selber eingebrockt.
 

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