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Matchbericht 4.11.2017 Burgdorf - SCUI 1:2 n.P.

Na schau mal Einer an, diesmal hats gereicht für nen normalen Matchbericht. Oder wenigstens einen halbnormalen...

 

Als es bereits beim ersten Abschluss des Spiels kachelte, gingen wohl manch einem mitgereisten SCUI-Fan ungute Gedanken betreffend Kanterniederlage durch den Hinterkopf. Direkt danach allerdings konnten wir unsere erste Torchance ebenfalls verwandeln und wähnten uns schon etwas im falschen Film. In Burgdorf hatte man (bestenfalls) mit einer harzigen und torarmen Partie gerechnet und nicht mit Öfen im Minutentakt. Danach ergab sich dann aber doch genau dieses erwartete Spiel...

 

Es macht dieses Mal gar keinen Sinn, das Ganze Drittel für Drittel aufzuschlüsseln. Es war bis zur 60. Minute ein mühsamer K(r)ampf. Aber das darf man nicht negativ sehen. Wir sind keine Truppe, die ein Burgdorf auswärts mit spielerischer Brillanz an die Wand fahren kann. Wir müssen den Kampf annehmen und das taten wir. Gerade in den Bandenduellen war das augenscheinlich. Auch wenn es seltsam klingen mag, ich behaupte, dass wir manche bisherige Partie gegen Burgdorf an den Banden verloren haben. Dort sind die Emmentaler unglaublich aggressiv. Also gut, das sind sie auch sonst, aber in diesen Situationen können sie das zu ihrem Vorteil nutzen. Wenn jede Scheibe, die während des gesamten Spiels an der Bande kleben bleibt, vom Gegner erobert wird, dann wirst du es sauschwer haben, zu gewinnen und genau so war das gegen Burgdorf bereits des Öfteren. Nicht aber dieses Mal.

 

Man darf die spielerische Leistung nicht in den Himmel hochjubeln, das hätte durchaus auch ins Auge gehen können. Wir taten uns sehr schwer mit dem Spielaufbau, gerade im Powerplay. Defensiv waren immer wieder ziemlich haarsträubende Unkonzentriertheiten auszumachen. Allerdings waren halt auch die Burgdorfer nicht gerade über alle Zweifel erhaben. Wir haben in der Vergangenheit schon häufig genug gegen schwache Gegner verloren, weil wir nicht bereit waren, uns in die Schüsse zu werfen, Scheiben auszugraben und auch dahin zu gehen, wos weh tut. Aber wenn man eben all dies tut, kann einem auch das zumindest mal in die Verlängerung bringen. Die Anderen kochen schliesslich auch nur mit Wasser, ganz besonders Burgdorf...

 

An dieser Stelle möchte ich noch ein paar Worte über die 3 gegen 3 Verlängerung verlieren. Ich war seinerzeit recht skeptisch, aber mittlerweile bin ich definitv davon überzeugt, dass dies eine gute Idee war. Gerade bei so einer Begegnung sieht man dies gut. Es war ungemein harzig. Natürlich gab es Torchancen, aber die gibt es über 60 Minuten immer, wir sind hier schliesslich nicht beim Fussball. Aber sie traten halt schon recht selten und vorwiegend nach individuellen Fehlern auf. Wenn du dann einfach mal je zwei Spieler vom Bitz nimmst, gehts halt schon plötzlich ganz anders ab. Da ist dann nicht mehr viel mit defensivem Taktieren. Da führt quasi jede Puckeroberung zu einer Grosschance. Weiterhin jedoch waren (beidseitig) eklatante Schwierigkeiten bei der Chancenverwertung unübersehbar und so kam es, wie es kommen musste. Im Penaltyschiessen waren dann ausgerechnet zwei Verteidiger erfolgreich.

 

Uns solls recht sein, der erste Auswärtssieg der Saison ist Balsam auf die jüngsten Wunden der geschundenen SCUI-Seelen. Wenn wir uns nicht komplett blamieren wollen, werden darauf jetzt zwei weitere Siege folgen. Beides dürften ganz spezielle Erlebnisse werden. Insbesondere jene am Mittwoch. Der erste Cupsieg der Clubgeschichte und der erste Pflichtspielsieg im Sagibach seit der Erfindung des Handys. Wenigstens gefühlt. Ja ich weiss, auch diese Partie muss erst gewonnen werden, aber immerhin diesen kleinen Gefallen wird der Hockeygott uns leidgeprüften Enthusiasten ja wohl noch machen.

 

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