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Matchbericht 21.12.2016 Zuchwil - SCUI 2:3 n.V.

Das waren ja lustige Wochen, von Schmerz über Blamage bis zur vollkommenen Demütigung war alles dabei. Die Matchberichte dazu könnt ihr selber schreiben. Grad für jeden Brunz nehme ich diesen Aufwand dann auch nicht auf mich. Ganze 12 Punkte betrug der Rückstand auf die Playoffs vor der Partie in Zuchwil. Dass die Playoffs nur schwer zu erreichen sein werden, war zwar absehbar, aber dass wir uns grad derart abschlachten lassen, hätten wohl auch die kühnsten Pessimisten nicht für möglich gehalten. Die sportliche Ausgangslage war schlicht und ergreifend katastrophal.

 

Unsere Jungs starteten durchaus engagiert in das Spiel, wobei das in der Vergangenheit zumeist der Fall war, der Faden wurde jeweils später verloren. Auch an diesem Abend hätte es dazu durchaus Anlass gegeben. Der Puck lief nämlich nicht für uns, wie das den Teams unter dem Strich meistens passiert. Zuchwil präsentierte derweil seine altbekannte Kaltblütigkeit vor dem Tor und ging mit einer 2:0-Führung in die Pause. Ein gutes Spiel ist nun mal kein Garant für ein gutes Resultat, das ist einfach so. Genau davon haben wir uns viel zu häufig unterkriegen lassen. In solchen Spielen muss man das Glück erzwingen und nicht beim ersten Gegenwind gleich den Kopf hängen lassen. Mit dieser Einstellung hätten wir in den letzten Wochen noch so manchen Punkt gewinnen können.

 

Zumindest in diesem Match schien der SCUI gewillt, sich nicht so leicht geschlagen zu geben. Nach knapp fünf Minuten im zweiten Abschnitt erzwangen wir unser Glück dann tatsächlich in Form des Anschlusstreffers. Danach hagelte es Strafen, die weiss Gott nicht alle unumstritten waren. Auch sowas gibt es immer wieder und auch von sowas liessen wir uns in der jüngeren Vergangenheit immer wieder komplett aus der Bahn werfen. Nicht so an diesem Abend. Unsere Jungs nahmen, im wahrsten Sinne des Wortes, den Kampf an und stemmten sich weiter mit allem was sie hatten gegen die drohende Niederlage. Folgerichtig kamen wir dann auch kurz vor der Pause zum Ausgleich und die Partie war nun endgültig so richtig lanciert.

 

Im Schlussabschnitt fielen dann keine Tore mehr, dennoch war es ein höchst unterhaltsames Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können. Das Ganze machte einen dann halt auch mächtig wehmütig. Da spielten wir auswärts gegen den Viertplatzierten, der zu diesem Zeitpunkt mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto hatte und uns ohnehin noch nie so wirklich lag. Und wir hielten über die kompletten 60 Minuten absolut mit. Natürlich kann keine Mannschaft in jedem Spiel ihr bestes Niveau abrufen, das schafft weder Brandis noch Chicago. Aber solch brandschwarze Abende wie wir sie immer wieder einzogen, sind halt auch nicht normal, zumindest nicht in dieser Häufigkeit. Hätten wir es nicht derart schleifen lassen und hätte uns nicht jeweils das kleinste bisschen Gegenwind bereits komplett aus der Spur geblasen, wären wir zwar auch nicht bei den Spitzenteams, hätten aber ganz bestimmt noch absolut intakte Playoffchancen. Der Punktgewinn bei einem Gegner, der gemäss Tabelle eigentlich weit ausser Reichweite lag, war wie gesagt absolut verdient. Natürlich hatte Zuchwil seine Disziplinen, insbesondere technisch, in denen sie ein höheres Niveau an den Tag legten, aber das gab es bei uns auch. So hatte ich durchaus den Eindruck, dass wir läuferisch überlegen waren. Ein Aspekt, der einem in einer 3 gegen 3 Verlängerung natürlich noch viel mehr zum Vorteil gereicht und schlussendlich den Ausschlag für den Zusatzpunkt gegeben haben dürfte.

 

Und jetzt? Wenn ihr von mir erwartet, ich würde jetzt den grossen Freudentanz vollführen, weil wir nur noch zehn Punkte Rückstand auf die Playoffs haben, seid ihr an der falschen Adresse. Ob man schlussendlich null Punkte holt oder nur einen weniger als der Achtplatzierte, macht bei uns keinen Unterschied. Und der Rückstand auf den Achten ist wie erwähnt nach wie vor gewaltig, zumal wir auch in Zuchwil einen Punkt abgegeben haben. Die vor uns liegenden Teams werden selber auch noch punkten, aber das können wir nicht beeinflussen. Für uns kann es nur noch darum gehen, die Saison möglichst würdevoll zu beenden. Wird immerhin für lange Zeit die letzte Spielzeit auf der dritthöchsten Stufe des Landes sein. Hauptsache es gibt jetzt noch ein Freundschaftsspiel gegen den SCB. Nein, ich meine nicht Bönigen, scheinbar gibts in Bern auch noch einen. Nein, ich meine nicht Rot-Blau, ich habe mir sagen lassen, es solle im Osten der Stadt noch so einen völlig unbedeutenden Quartiersverein geben, SC Breitenrain oder so, keine Ahnung, ich habe noch nie von denen gehört.

 

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