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Matchbericht 30.11.2016 SCUI – Wiki 2:3 n.P.

Der Matchbericht vom Brandis-Spiel entfiel leider aus Gründen zur Rettung der Demokratie in der Bundeshauptstadt. Zu hoffen blieb, dass der entsprechende Boost in Punkto Selbstvertrauen und Motivation nicht entfiel. Die Tabellenlage ist nach wie vor höchst prekär. Gut, im professionellen Journalismus herrscht ja die Meinung vor, der SCUI würde vom heurigen Modus profitieren, weil die Quali länger dauert. Dass die Punkte (und somit auch die Rückstände) vorher im Dezember halbiert wurden und man sich danach immer noch für die Playoffs qualifizieren konnte, hat sich wahrscheinlich noch nicht so weit herumgesprochen. Vielleicht überprüfen sie ja dafür dieses Jahr mal die Kriterien bei Punktgleichheit. Wer den Modus verstanden hat, weiss jedenfalls, dass, im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, aktuell jeder Punkt zählt und man daher dringendst mal eine Siegesserie starten sollte.

 

Der Optimismus fiel einem jedoch schwer. Zwei starke Leistungen nacheinander waren bisher nicht so unser Ding. Nach dem Spiel gegen Brandis schien also die Wahrscheinlichkeit gross, dass wir uns wieder einen Schuh voll rausziehen. Dies wurde zunächst unverkennbar bestätigt. Ich habe mir lange überlegt, was ich mir zu den ersten beiden Dritteln aus den Fingern saugen soll, aber eigentlich kann man es kurz machen. Es passte nicht viel zusammen. Wiki war drückend überlegen und hätte viel höher führen müssen. Unser Torhüter und eine gehörige Portion Glück stellten sich jedoch den Wikelern mit aller Kraft entgegen. Angesichts der Leistungen der beiden Teams schien das Spiel in der zweiten Pause entschieden. Das Resultat war mit einem 0:2 jedoch durchaus noch aufholbar, theoretisch.

 

Unsere Jungs machten sich dann tatsächlich daran, diese Theorie in die Praxis umzusetzen. Bereits nach knapp sieben Minuten war der Anschlusstreffer Tatsache und der SCUI blieb weiter dran. Natürlich kam Wiki immer noch zu Chancen, welche weiterhin einiges an Glück und einen Kay Seiler in Hochform verlangten. Aber der Auftritt der Unterseener war nun definitiv ein anderer. Gross war der Jubel, als rund fünf Minuten vor Schluss der Ausgleich fiel. Danach schoss der Wiki-Captain noch an einem offenen Scheunentor vorbei und dann war die reguläre Spielzeit vorbei. Es ist zwar verständlich, dass man sich über Punktgewinne gegen Spitzenteams freut, besonders nach einem solchen Spielverlauf, aber Verlängerungen bedeuten halt auch jedes Mal den Verlust von mindestens einem Punkt und das ist in Heimspielen bei dieser Tabellenlage immer eine kritische Angelegenheit.

 

Bereits in der Verlängerung war Wiki näher am Sieg und nach einer verhaltenen Performance der Unterseener Schützen war das Penaltyschiessen schnell zu Ende. Ein Punkt ist mehr als keiner, aber so richtig vorwärts bringt er und halt nicht. In der letzten Saison haben wir die Top3 zu Hause allesamt besiegt und gebracht hat es uns gar nichts. Ob wir Neunter oder Elfter werden, spielt keine Rolle, die Top8 sind alles was zählt. Jetzt folgen zwei Auswärtsspiele gegen direkte Konkurrenten. Wenn wir jetzt nicht endlich eine Siegesserie starten, könnte bereits zum Jahreswechsel der Strich für uns nur noch mit einem Fernglas erkennbar sein.
 

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