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Matchbericht 15.10.2016 Wiki - SCUI 2:1

In den exakt 20 Jahren, die diese Sagibachhalle nunmehr auf dem Buckel hat, durfte sie schon so manchen Auftritt des SCUI erleben. In der ersten Hälfte ihres Bestehens waren diese Auftritte zumeist von Erfolg gekrönt. In den letzten Jahren jedoch, wurden Siege unserer Jungs immer seltener. Stolze sieben Jahre ist es nun schon her, seit wir zuletzt eine Partie in dieser Halle gewinnen konnten. Entsprechend überschaubar war der Optimismus. Angesichts der immer länger werdenden Verletztenliste und dem nicht näher erwähnten Erlebnis in Hasle-Rüegsau sowieso.

 

Doch unsere Jungs schienen unübersehbar gewillt, eine Reaktion auf diese Schmach zu zeigen und waren diesmal von Anfang an bereit. Die Leidenschaft war eine ganz andere und auch eine frühe Unterzahlsituation konnte den SCUI nicht stoppen. Als man erstmals selber einen Mann mehr auf dem Eis hatte, wurde dies prompt zur Führung ausgenutzt. Wer nun damit rechnete, Wiki würde einen Gang höher schalten, sah sich getäuscht. Das Tempo war zwar hoch, aber es war höchst erfreulich, wie gut unsere Jungs dieses mitgehen konnten und mit einem absolut verdienten Vorsprung in die Pause gingen.

 

Auch im zweiten Drittel taten sich die Gastgeber lange schwer mit uns, allerdings wurde unser Spielfluss nun durch zahlreiche Strafen gebrochen. Wobei der Unparteiische sichtlich Mühe damit hatte, eine einheitliche Linie durchzuziehen. Einseitigkeit will ich ihm keine unterstellen, es gab auch Fehlentscheide zu unseren Gunsten aber um ehrlich zu sein, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es kein Zufall war, dass beide Teams schlussendlich gleich viele Strafen erhielten. Das Boxplay funktionierte in diesem Drittel jedenfalls tadellos. Dummerweise erzielte Wiki drei Minuten vor Schluss bei fünf gegen fünf doch noch den Ausgleich.

 

Im Schlussdrittel waren dann wie erwähnt vorwiegend die Wikeler auf der Strafbank anzutreffen. Gegen uns gab es nur noch einen Ausschluss, welcher jedoch zum einzigen Powerplaytor der Hausherren führte. Danach frassen sie noch exakt vier Zweiminüter, von welchen jedoch kein einziger in ein Tor umgewandelt werden konnte. Wir hatten grosse Schwierigkeiten, ein gepflegtes Powerplay aufzuziehen, aber auch so kamen wir zu zahlreichen Chancen. Bellinzona würde damit wohl eine halbe Meisterschaft gewinnen, für uns schaute leider nichts heraus. Auch wenn in diesem Spiel ein Punktgewinn noch so verdient gewesen wäre, das Warten geht weiter.

 

Somit müssen wir uns in der Tabelle weiter nach hinten orientieren. Aarau liegt nach Verlustpunkten vor uns, daran würde selbst ein Vollerfolg in der Direktbegegnung am Mittwoch nichts ändern. Adelboden hat in Zuchwil auch ein unübersehbares Lebenszeichen von sich gegeben. Wir sind schon mehr gefordert, als einem in dieser Saisonphase lieb sein kann. Aber da müssen wir jetzt durch, go for it!
 

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