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Matchbericht 5.11.2016 Lyss - SCUI 5:8

Mit einer recht überschaubaren jüngeren Erfolgsbilanz reiste der SCUI in den Polizeistaat Lyss. Auch die überdeutliche Cupniederlage gegen den selben Gegner hatte nicht all zu viel Hoffnung gemacht. Wir waren anfangs Saison ja mal Schnellstarter. Unerwarteterweise nahmen wir diesen Ruf wieder an, als wir ganz klar mit mehr Überzeugung auf den Bitz kamen. Offensichtlich hatten auch die Einheimischen mit einem verunsicherten Gegner gerechnet, denn auf eine derart frisch aufspielende Unterseener Truppe waren sie augenscheinlich nicht vorbereitet. Die Tore schienen nur noch eine Frage der Zeit und knapp nach Drittelshälfte kachelte es bereits zum zweiten Mal bei den Lyssern. Auch danach hatten diese nicht viel zu melden. Wir waren anfangs Saison ja mal die Shorthanderkönige. Unerwarteterweise nahmen wir auch diesen Ruf wieder an, als wir kurz vor der Sirene einen Unterzahltreffer versteckten. Mit dem eigentlich unvorstellbaren Resultat von 3:0 für unsere Jungs ging es in die erste Pause.

Ähnlich unvorstellbar war das, was nach dem Seitenwechsel passierte. Man hätte glauben können, das Eisfeld sei schräg gebaut. Plötzlich brachten wir kein Bein mehr vors andere und es spielte nur noch der SCL. Die Tore schienen nur noch eine Frage der Zeit und innerhalb von knapp vier Minuten kachelte es ganze drei Mal bei uns. Erfreulicherweise konnten sich unsere Jungs nach einem Timeout wieder aufraffen. Zumindest das Defensivspiel funktionierte nun wieder. Die Hausherren konnten natürlich auch nicht die ganzen 20 Minuten so durchpowern aber im Nachhinein gesehen, wären sie wohl gut beraten gewesen, den Führungstreffer in dieser Phase konsequenter zu suchen.

Im Schlussabschnitt kam dann nämlich wieder ein ganz anderer SCUI aufs Feld. Nun gaben wir wieder den Ton an. Die Tore schienen nur noch eine Frage der Zeit und nach rund fünf Minuten kachelte es bereits zum zweiten Mal bei den Lyssern. Ab da spielten erstmals in dieser Partie beide Mannschaften gleichzeitig auf Top-Niveau. Entsprechend unterhaltsam war sie auch anzusehen, insbesondere aus Unterseener Sicht. Ganze drei Mal liessen unsere Jungs das Netz noch zappeln. Zweimal konnte Lyss noch verkürzen, danach waren sie mit ihrem Latein am Ende. Was ganz klar noch erwähnt werden muss, ist die Chancenauswertung. So kaltblütig wie an diesem Tag hatte sich die Mannschaft noch selten gezeigt. Insbesondere der souverän verwandelte Penalty, der in der 59. Minute den Sieg ziemlich sicher machte, sei in diesem Zusammenhang angesprochen.

Dass einzelne Glanzmomente kein Garant für eine positive Saisonbilanz sind, haben wir zur Genüge erfahren. Aber auf dieser Leistung kann man definitiv aufbauen. Da ging Jeder an seine Grenzen. Auch in der Fanszene. Besonders wagemutige Exemplare sollen sogar den unfassbaren Schicksalsschlag nasser Kleidung ganz knapp überlebt haben. Ähnlich tollkühner Einsatz wird auch in naher Zukunft gefragt sein. Es folgt ein klassisches 6 Punkte-Heimspiel gegen Zuchwil und danach die wohl legendärste Auswärtswoche der Clubgeschichte. Ich will mir am Liebsten gar nicht erst vorstellen, was da noch alles auf uns zukommt.

 

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