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Matchbericht 2.11.2016 SCUI – Lyss 1:6

Heute stand die Cuppartie gegen Lyss an. Eigentlich hätte es ja Bellinzona werden sollen, aber diese Auslosung wurde leider für ungültig erklärt. Wie ich aus gut unterrichteter Quelle vernommen habe, wurden wieder mal ein paar Teams durcheinandergebracht. So musste Gottéron dieses Mal gegen den EHC Napf antreten und die B-Moskitos des EV Dielsdorf-Niederhasli gegen Manchester United. Das Ganze flog dann auf, als die Jungs aus Las Vegas anriefen und erklärten, sie würden erst nächste Saison am Spielbetrieb teilnehmen und könnten daher nicht zur Partie gegen Martina Hingis antreten.

 

Überraschenderweise hatte es der Verband dann doch noch geschafft, die beiden Mannschaften rechtzeitig darüber zu informieren, dass sie heute zu einem Spiel anzutreten hatten. Sogar ein Schiedsrichtertrio war anwesend und dieses konnte auch regelmässig auf sich aufmerksam machen. Im ersten Abschnitt gab es drei Strafen gegen uns und eine gegen die Lysser. Ironischerweise erzielten sie während dieser Strafzeit den einzigen Treffer in diesem Drittel.

 

Die zweiten 20 Minuten waren dann ganz grosses Kino. Zweimal fünf plus Spieldauer, ein 10er und insgesamt fünf Zweiminüter. Wohlverstanden, wir sprechen dabei nur von den Strafen, die gegen den SCUI ausgesprochen wurden. Und dann diese Diskussionen jedes Mal. Wäre trotzdem noch witzig gewesen, wenn es Bellinzona gewesen wäre. Wenn dann alles noch dreimal hin- und herübersetzt hätte werden müssen, viel Spass. Fünf gegen fünf wurde in diesem Abschnitt so gut wie nie gespielt. Powerplaytore gab es auf beiden Seiten. Dummerweise nur eines für uns und zwei für Lyss.

 

Im Schlussdrittel nahmen dann nur noch die Lysser Strafen. Allerdings schossen auch nur noch die Lysser Tore. Das zweite Drittel war völlig zerfahren, da konnte gar nie ein Spielfluss aufkommen. Auch danach jedoch waren die Gäste klar die bessere Mannschaft. Bereits die Führung nach dem ersten Drittel ging in Ordnung. Aber wahrscheinlich findet der Verband noch raus, dass die erste Cuprunde ungültig war und wiederholt werden muss, warum auch immer.

 

Der SCUI dürfte nun also als Verein in die Annalen des Schweizer Eishockeys eingehen, der sämtliche Cupspiele seiner Geschichte verloren hat. In ein paar Tagen wird dieser Wettbewerb mit ziemlicher Sicherheit beerdigt. Für die NLA-Vereine ist er viel zu uninteressant. Zwar profitieren sie gerne davon, wenn all die Vereine in der Schweiz kleinen Knirpsen das Schlittschuhe binden beibringen, damit sie dann im Teenageralter abgeworben werden können. Die allermeisten dieser Vereine spielen nicht in der NLA. Aber bevor man denen etwas zurückgibt, schaut man lieber für sich selber. Wenn Jeder an sich denkt, ist an Alle gedacht. Diese Maxime scheint mir im Schweizer Profhockey weit verbreitet. Aber ich lasse mich noch so gerne eines Besseren belehren, go for it!

 

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