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Matchbericht 22.10.2016 SCUI - Burgdorf 3:4 n.V.

Mit dem EHC Burgdorf trat nicht gerade unser Lieblingsgegner in Matten an. Gut, die Zeiten in denen wir noch Lieblingsgegner hatten, sind natürlich längst vorbei. Aber gegen die Burgdorfer kann man jeweils mit sehr strafenreichen Partien rechnen. Immerhin verfügt der Verein neuerdings über eine aktive Fanszene oder wenigstens über ein paar Leute, die offenbar das Gefühl haben, eine aktive Fanszene zu sein. Zwei Transparente lagen auch noch drin. Besonders den einen Spruch haben sie derart hochstehend und geschliffen formuliert wie Gölä, wenn er zu viel Wein gesoffen hat. Wobei selbst der nicht auf die Idee käme, Cola reinzuschütten, aber wir wollen jetzt nicht politisch werden.

 

Unsere Jungs versuchten sogleich, das Spieldiktat zu übernehmen, jedoch zeigten die Gäste, dass sie nicht wegen nichts weit vorne in der Tabelle stehen. Sie verstanden es gut, unsere Bemühungen zu unterbinden und uns nicht zu Torchancen kommen zu lassen. Allerdings hatten auch wir in einem frühen ersten Powerplay die Sache ziemlich gut im Griff. Bei der ersten Gelegenheit bei fünf gegen fünf kachelte es dann allerdings gleich bei uns. Eine höchst herzerwärmende Szene ereignete sich kurz darauf. Christian Moser schoss die Scheibe aus dem Spielfeld und weil ihn sein Bruder Stephan derart vermisste, gesellte er sich wenige Sekunden später aufgrund des gleichen Vergehens zu ihm auf die Strafbank. Scheinbar geht es ja vielen Buben so, dass sie dem grossen Bruder alles nachmachen wollen, aber wenn die Geschwisterliebe bei den Mosers derart intensiv ist, hoffen wir mal, dass der dritte Bruder Simon nicht auch noch zu Burgdorf wechselt, denn der ist nämlich Nationalspieler. Auf jeden Fall liessen sich unsere Jungs dieses barmherzige Geschenk der Brüderlichkeit nicht entgehen und nutzten es zum Ausgleich, welchen wir auch in die Pause mitnehmen konnten.

 

Das zweite Drittel gehörte dann den Burgdorfern. Zwar konnten sie sich nur wenige Torchancen erarbeiten, aber die Gäste waren nun die aktivere Mannschaft und konnten auch die erste Strafzeit dieses Drittels in ein erneutes Führungstor umwandeln. Diese Führung verwalteten sie ziemlich souverän und auch zwei Powerplaychancen brachten uns nichts ein.

 

Im dritten Drittel gingen unsere Jungs dann wesentlich entschlossener zu Werke. Bereits aus der ersten Überzahlsituation resultierte das 2:2 und plötzlich gab es auch bei fünf gegen fünf regelmässig Torchancen. In der 49. Minute spielte sich der SCUI eine solche auf höchst ansehnliche Weise heraus und netzte zur erstmaligen Führung ein. In diesem Abschnitt setzte es haufenweise Strafen ab, wobei mir die Verteilung etwas einseitig schien. Vier Minuten vor Schluss herrschte jedoch personeller Gleichstand, als wir den Ausgleich frassen. Wie bereits gegen Bellinzona gaben wir einen Sieg im Endspurt noch aus den Händen. In solchen Momentan fehlt uns definitiv noch die Abgeklärtheit. Wenigstens konnten wir danach trotz doppelter Unterzahl in den Schlusssekunden den einen Punkt ins Trockene bringen. Eine der beiden Strafen dauerte allerdings auch zu Beginn der Verlängerung noch an und mit der ersten Torchance beendete Burgdorf diese Partie.

 

Mit einem Blick auf die Burgdorfer Tabellenlage könnte man zwar von einem gewonnenen Punkt sprechen, aber nach den verlorenen Heimpunkten gegen Basel, Bellenz und Adelboden, müsste man dann halt genau in solchen Spielen dafür Siege holen. Natürlich muss ich an dieser Stelle auch wieder mal auf die Wichtigkeit von Auswärtssiegen hinweisen, die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag in Thun. Ach ja und WB15 sucht noch nach Sponsoren. Für Plastikbecher, ein Toitoi und den Skateathon. Interessenten melden sich bitte auf info@wb15.ch, go for it!
 

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