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Matchbericht 19.10.2016 SCUI - Argovia 6:3

Mit einer eher prekären Tabellensituation traten wir gegen den direkten Konkurrenten aus Aarau an. Beide Teams müssen sich zwar noch nicht die Radieschen, aber doch wenigstens den Strich von unten ansehen. Die Gäste konnten dabei immerhin noch auf Verlustpunkte hoffen. Für diesen Abend bekamen die Aarauer Hoffnungen aber erst einmal zwei mächtige Dämpfer in Form von sehenswerten Weitschüssen, die den Weg ins Gästetor fanden. War der erste noch ein Powerplaytor nach gerade mal 23 Sekunden Strafzeit, so wurde der zweite bei fünf gegen fünf erzielt. Unsere Jungs gaben in diesem Drittel klar den Ton an. Dummerweise verfügen die Aargauer über einen der besten Einzelspieler in dieser Liga, welcher genau in solchen Situationen auch mal Tore aus dem Nichts heraus erzielen und seine Mannschaft damit wachrütteln kann. Genau das tat er dann auch und so war Argovia fortan ein wesentlich zäherer Gegner.

 

Kurz nach Beginn des zweiten Drittels erzielten die Gäste dann auch den Ausgleich. Das war wieder mal einer dieser Momente, der uns gar nicht gut tat. Nun spielten nur noch die Gäste. Ich hab diese Leistungseinbrüche schon mal erwähnt. Keine Mannschaft spielt 60 Minuten auf ihrem besten Niveau aber bei uns sind diese Einbrüche einfach zu krass und dauern zumeist auch verdammt lang an. Die Aarauer Dominanz zog sich über den gesamten Spielabschnitt hinweg und natürlich kachelte es auch nochmal. Glücklicherweise waren es nun unsere Jungs, die kurz vor der Pause ein Tor aus dem Nichts heraus erzielten.

 

Positiv erwähnt werden muss aber sicher, dass man auch dieses Mal wieder auf einen Leistungseinbruch reagieren konnte. Die Mannschaft die im dritten Drittel das Eis betrat, war eine ganz andere. Im Gegensatz zum ersten Drittel hatte das auch nichts mit schwächelnden Aarauern zu tun, das war wirklich eine sackstarke Leistung unserer Jungs. Das erste und einzige Powerplay dieses Abschnitts wurde genutzt, danach liess man das Netz noch zwei weitere Male zappeln. Insbesondere unsere Eigengewächse müssen dabei erwähnt werden. Dominic Meyes und Claude Stähli trugen sich in die Torschützenliste ein, ersterer sogar doppelt, Thomas Eymann sammelte zwei Assists. Wenn der SCUI eines Tages wieder eine Spitzenmannschaft sein will, ist er dringend darauf angewiesen, einen wesentlichen Teil der Leistungsträger aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren zu können und da kamen in den letzten Jahren einfach zu wenige. Aber es gibt doch zumindest Hoffnung, dass sich dies ändert.

 

Rosig ist die Tabellenlage definitiv immer noch nicht, Adelboden hat seinen Aufwärtstrend mit einem Sieg gegen Basel bestätigt; Lyss, Thun und Aarau sind nach Verlustpunkten immer noch alle vor uns. Allerdings darf man auch mal sagen, dass sich bisher nur die Top 3 ein bisschen absetzen konnten und dahinter Alles sehr eng beisammen ist. Mit zwei bis drei Siegen in Folge könnte es da plötzlich rasant das Leiterli hochgehen, die Andern klauen sich ja auch noch dauernd gegenseitig Punkte. Was mir halt einfach immer noch Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass wir nach dem Spiel am Samstag exakt zwei Drittel unserer Partien zu Hause absolviert haben und auswärts mit einem einzigen Pünktchen dastehen. Zwar waren wir nur einmal wirklich chancenlos aber wir haben von fünf Heimspielen auch dreimal Punkte abgegeben und ob diese Gegner auswärts einfacher zu bezwingen sein werden, wage ich zu bezweifeln. Da werden noch ein paar mächtige Herausforderungen auf uns zukommen, go for it!

 

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